Kutjevački podrum
Der Weinkeller von Kutjevo liegt im Zentrum der Kleinstadt Kutjevo in der Gespanschaft Požega-Slawonien, rund 20 Kilometer östlich von Požega am Fuss des Gebirges Krndija. Er gehört zum Gebäudekomplex der ehemaligen Zisterzienserabtei Vallis honesta de Gotho, die 1232 als Tochtergründung des ungarischen Klosters Zirc aus der Filiation von Clairvaux entstand. Die Zisterzienser legten hier die Weingärten an, die bis heute bewirtschaftet werden; aus ihrer Zeit stammt auch der Keller. Nach dem osmanischen Vordringen — 1536 fiel die Gegend an das Osmanische Reich — wurde die Abtei aufgelöst und zerstört. 1698 übergab der Adlige Ivan Josip Babić die Herrschaft mit Zustimmung Kaiser Leopolds an den Jesuitenorden, unter der Auflage, die Erträge der geistlichen und schulischen Bildung zugutekommen zu lassen; daraus wurde das Gymnasium in Požega finanziert. Die Jesuiten erneuerten die Abtei, errichteten eine neue Pfarrkirche und ein 1725 vollendetes Barockschloss, setzten den Keller instand und förderten Weinbau und Kellerwirtschaft, bis der Orden 1773 aufgehoben wurde. Nach 1773 verwaltete die ungarische Hofkammer das Gut, 1882 ersteigerte es die Karlovacer Familie Turković, die den Betrieb bis 1945 führte und Kutjevo in der internationalen Weinwelt bekannt machte; zu den Anlagen gehörte die damals grösste Obstplantage Europas, Dragan-lug. Im Keller steht der Überlieferung nach ein steinerner Tisch aus der Zeit des Barons Franjo Trenk und der Kaiserin Maria Theresia. Die Weinbautradition des Ortes reicht nach lokaler Überlieferung bis in die Römerzeit zurück.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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