📷 Bild: Wikimedia Commons
aqueduc de Fontenay
archäologische Stätte in Frankreich
Der Aqueduc de Fontenay ist ein unterirdisches Aquädukt, das Wasser für die antike Stadt Caesarodunum (heute Tours) lieferte. Es verläuft entlang der linken Flussseite des Cher, eingebettet in den Kalksteinhängen, mit Ausnahmen an Tälern, wo Brücken oder Stützmauern gebaut wurden. Der Aquädukt startete in der Nähe von Bléré, etwa 25 km östlich von Tours, und verlief bis Saint-Avertin, wo die Route aufgrund urbaner Veränderungen unklar ist. Die Strecke ist Teil der römischen Infrastruktur aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Der Aquädukt war ein wesentlicher Teil der Wasserversorgung der Stadt, die im 1. Jahrhundert n. Chr. mit einer Bevölkerung von bis zu 5.000 bis 6.000 geschätzt wird. Die Wasserversorgung priorisierte öffentliche Brunnen, Thermalbäder und handwerkliche Nutzung. Die Kanalisation war etwa 0,50 m breit und 0,60 m hoch, mit einer Durchschnittsneigung von 1,17 m/km. Die Fließgeschwindigkeit lag zwischen 27 und 62 Litern pro Sekunde, was den täglichen Bedarf der Stadt nicht vollständig deckte. Vor Ort sind nur wenige Reste erkennbar, wie z. B. ein Abschnitt des Kanals in Athée-sur-Cher, der als geschütztes historisches Monument gilt. Andere Überreste sind an Straßenrändern oder im Gelände sichtbar, oft als ungewöhnliche Geländemerkmale. Die zerstörerische Wirkung von Hangrutschungen hat viele Mauerreste zerstört. Die Brücken und Stützmauern folgten dem gleichen Bauplan wie der unterirdische Kanal, wobei die Decke aus Steinplatten oder -fliesen bestand.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Aquädukt, Archäologische Stätte
- Ort
- Athée-sur-Cher
- Adresse
- La Boissière
- Denkmalstatus
- klassifiziertes historisches Denkmal in Frankreich
In der Nähe
- château de Vauhardy2.4 km
- château de Nitray3.1 km
- château de la Gaillardière3.4 km
- Schloss Chanteloup6.7 km
- château de Leugny5.6 km
- château de Fossambault5.9 km
QR-Code