Gläserne Scheune Rauhbühl
Am Weiler Rauhbühl bei Viechtach steht eine Scheune, die seit 1980 Stück für Stück zum Kunstwerk geworden ist. Rudolf Schmid sen. und seine Familie haben Fassaden und Innenräume mit großformatigen Glasmalereien, Schnitzereien und Skulpturen überzogen. Die Motive stammen fast alle aus dem Bayerischen Wald: Sagen, Prophezeiungen und Legenden der Region, übersetzt in farbiges Glas. Das bekannteste Thema ist der Mühlhiasl, der sogenannte Waldprophet. Ihm sind zwei Glasgemälde gewidmet, eines von etwa zehn mal sieben Metern zu seinem Leben, ein zweites von rund neun mal sieben Metern, das die Prophezeiungen in Symbolen fasst. Daneben steht der Räuber Heigl auf sieben mal sechs Metern farbigem Glas. Der heilige Franziskus ist in Bleistift und Pastell auf etwa 2,80 mal zehn Metern ausgeführt, die Rauhnacht belegt ein beschnitztes Scheunentor von 3,80 mal 3,50 Metern samt zugehörigem Glasgemälde. Im Freien steht eine acht Meter hohe Skulptur zum Jubiläum der Glasstraße, dazu die sechs Scheiben des Zyklus Austen. Der Rundgang führt durch die Scheune und über das umgebende Gelände mit den Freiland-Skulpturen; eine gute Stunde reicht dafür aus. Geöffnet ist von April bis Oktober, in den Sommermonaten länger als im Frühjahr und Herbst.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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