📷 Bild: Wikimedia Commons
Goarmbichl
Hügel und vorgeschichtliche Fundstätte bei Vill, Innsbruck
Der Goarmbichl ist eine kleine Kuppe südlich von Innsbruck, genauer gesagt östlich des Ortsteils Vill und nördlich des Ramsbaches. Er liegt am Fußplateau des Patscherkofel und bildet ein Becken, das ein nacheiszeitlicher Toteistrog ist. Dieses Becken umfasst mehrere Toteisseen, darunter den Lanser See und den Mühlsee. Die Fundstelle Goarmbichl ist eine der bedeutendsten vorrömischen Nachweise im Innsbrucker Becken. Sie datiert auf die La-Tène-Zeit, also etwa 400 bis 150 v. Chr., und stellt eine Niederlassung der Alpenkelten dar. Die Siedlung wurde zwischen 100 und 15 v. Chr. aufgegeben, als die Römer den Alpenraum eroberten. Die Anlage wurde in den 1970ern und 2006 saniert und steht seit 2021 unter Denkmalschutz. Auf dem Goarmbichl wurden die Grundmauern zweier Wohnhäuser eines Großgehöftes gefunden. Die Gebäude zeigten einen charakteristischen Grundriss mit einem abgewinkelten Flur und einem weiträumigen Wohnraum. Zudem wurde das Viller Bronzerädchen entdeckt, das auch das Wappen des Stadtteils Vill ziert. Die Fundstelle gehört zur Fritzens-Sanzeno-Kultur und ist als Randlage zu den Ansiedlungen am Goldbichl zu rechnen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Hügel, Archäologische Stätte, Freilichtmuseum
- Ort
- Vill
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
- Seehöhe
- 842 m
In der Nähe
- Ehemaliges Feuerwehrhaus in Vill176 m
- Kath. Pfarrkirche, hl. Martin einschließlich Friedhof mit Totenkapelle und FHKr.203 m
- Nischenbildstock hl. Martin/Kriegerdenkmal226 m
- Kruzifix an der Außenmauer des Schlosshotels404 m
- Christophorusbildstock436 m
- Villa508 m
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