Burgstall Sand (Todtenweis)

📷 Bild: Wikimedia Commons

BurgenSchwabenBezirk Schwaben

Burgstall Sand (Todtenweis)

archäologische Stätte im Landkreis Aichach-Friedberg, Bayern

Der Burgstall Sand liegt auf dem Lechrain in der Gemeinde Todtenweis im Landkreis Aichach-Friedberg. Er ist eine abgegangene Höhenburg aus der Frühzeit des Mittelalters, die sich im Bereich des Ortsteils Sand befindet. Die Anlage ist durch Erdwerke und eine Befestigung aus Wall und Graben gekennzeichnet, die den Zugang über den Lechrain schützen soll. Die Burg wurde erstmals 1177 als „castrum Taitenwis“ urkundlich erwähnt und wurde von Pfalzgraf Otto an das Kloster St. Ulrich und Afra verkauft. Die Anlage entspricht vergleichbaren frühmittelalterlichen Befestigungen des 8. bis 10. Jahrhunderts und könnte Teil einer Reihe von Schutzburgen gewesen sein, die den Lech als Grenze zwischen verschiedenen Stämmen sicherten. Die Innenfläche der Hauptburg beträgt etwa 0,96 Hektar. Die Wallanlage umschließt ein nahezu ebenes Burgplateau, das bis ins 19. Jahrhundert landwirtschaftlich genutzt wurde. Sie wird durch einen bis zu sechs Meter tiefen Graben und einen Wall abgegrenzt, der die Anlage vom Hinterland trennt. Im Nordwesten vermutet man einen Wirtschaftshof, und im Westen schützt ein Steilhang die Burg. Die Befestigung umfasst etwa 300 Meter, wobei die Kernburg etwa 80 × 60 Meter groß ist.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg, Archäologische Stätte
Ort
Todtenweis
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Deutschland
Quellen:Burgstall Sand (Todtenweis) (CC0-1.0)

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