Römische Feldlager von Obersebern
ehemalige römische Militärbauten
Die Römischen Feldlager von Obersebern sind drei ehemalige Militärbauten aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Sie liegen im Ortsteil Obersebern in der Gemeinde Naarn im Machlande in Oberösterreich. Die Lager befinden sich an der Einmündung des Flusses Aist in die Donau. Sie sind in einer Insellage mit einer Fläche von etwa 330 Hektar und liegen auf einer leicht erhöhten Kuppe. Die Lage ist durch Flussbette und Nebenarme geschützt. Die Lager wurden im zweiten Drittel des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichtet, um römische Truppenkontingente für den Feldzug gegen Britannien zu stationieren. Sie sicherten die Donau-Route und ermöglichten die Kontrolle des Talgebiets. Die Lager standen in Verbindung mit anderen römischen Stellungen wie St. Pantaleon und Albing. Sie waren Teil einer strategischen Anordnung, die auch in anderen Regionen der römischen Welt beobachtet werden kann. Die drei Feldlager haben eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken und wurden von Spitzgräben umgeben. Das mittlere Lager besaß einen Doppelgraben. Die Lager dienten der kurzfristigen Stationierung militärischer Einheiten, die in der Größe dreier cohortes quinquenariae standen. Sie sind Teil der römischen Präsenz im Raum der Donaupassage und zeigen die strategische Bedeutung der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Feldlager
- Ort
- Naarn im Machlande
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