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Ravensburg
slawischer Burgwall in Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern
Die Ravensburg bei Neubrandenburg ist ein slawischer Burgwall aus dem 7. bis 9. Jahrhundert, der sich im Burgholz nahe dem Stadtteil Monckeshof befindet. Er ist ein dreigliedriger Wall aus der Epoche der slawischen Einwanderung und gilt als Beispiel für eine Wallburg. Die Anlage wurde vermutlich von einem Teilstamm der Wilzen genutzt und war vermutlich der Hauptort dieses Stammes. Die genaue Funktion der Burg bleibt aufgrund fehlender schriftlicher Quellen unklar. Die Anlage umfasst eine Hauptburg mit einem Durchmesser von etwa 60 Metern und zwei Vorburgen, die bogenartig umschlossen. Die Gesamtfläche beträgt 280 mal 180 Meter. Sie gehört zum Typ der Feldberger Burgen, die zum Schutz der umliegenden Bevölkerung in Notzeiten dienten. Die Burg wurde im 9. Jahrhundert vermutlich durch Feuer zerstört und nicht wieder aufgebaut. Sie liegt in der Nähe des Flusses Datze, der damals möglicherweise ein Grenzfluss war. Die Ravensburg ist heute gut erhalten und bietet einen Eindruck von der Bauweise und Größe einer slawischen Burg. Die Anlage liegt in einem Sumpfgebiet und wurde um 1900 von Otto Piper als Beispiel für eine Wallburg beschrieben. Die Wälle wurden durchsetzt mit slawischen Topfscherben, was auf die Nutzung der Anlage hinweist. Die Lage der Burg und ihre Verbindung zu anderen slawischen Anlagen wie der Fürstenburg bei Glienke sind Gegenstand archäologischer Forschung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Wallburg, Archäologische Stätte
- Ort
- Neubrandenburg
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal in Mecklenburg-Vorpommern
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