📷 Bild: Wikimedia Commons
Landeszeughaus
ehemaliges zentrales Waffendepot der Steiermark in Graz, heute Museum
Das Landeszeughaus in Graz steht im Zentrum der Stadt und wurde zwischen 1642 und 1647 als zentrales Waffendepot der Steiermark erbaut. Es lagerte Waffen für das steirische Landesaufgebot und die Militärgrenze gegen das Osmanische Reich. Das Gebäude ist in deutscher Frühbarockform errichtet und hat fünf Geschoße, wobei die Dachböden ursprünglich als Lagerfläche dienten. Es war einst der größte Rüstungsspeicher der Welt mit 32.000 Exponaten, die bis heute im Originalzustand erhalten sind. Das Zeughaus zieht jährlich tausende Besucher an und ist Teil des Universalmuseums Joanneum. Es beherbergt die weltweit größte historische Sammlung an Schutzwaffen, Blankwaffen und Waffenzubehör. Mit rund 32.000 Exponaten wäre es möglich, 5.000 Soldaten auszurüsten. Die Sammlung umfasst Rüstungen, Schilde, Helme und Waffen aus dem 16. und 17. Jahrhundert, darunter auch Offizierswaffen aus Werkstätten in Innsbruck, Augsburg und Nürnberg. Prunkstücke sind der Küriss von Erzherzog Karl II. und der Rossharnisch, der von mehreren Meistern aus der Zeit um 1510 stammt. Die Räume des Zeughauses sind für Besucher zugänglich und bieten einen Überblick über die militärische Geschichte der Steiermark. Die Ausstellungen zeigen die Vielfalt der Waffen und Rüstungen, die für den Fuß- und Reitersoldaten sowie Offiziere gedient haben. Die Ausblicke auf die Stadt Graz und die Umgebung ergänzen das Erlebnis. Die Sammlung bleibt ein wichtiger Bestandteil der kulturellen und militärischen Geschichte der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Zeughaus, Museumsgebäude, Militärmuseum
- Ort
- Graz
- Adresse
- Herrengasse 16, 8010 Graz
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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