Steinkiste im Tempelberger Forst
archäologische Stätte in Deutschland
Die Steinkiste im Tempelberger Forst ist eine neolithische Grabanlage aus der Kugelamphorenkultur, die 1871 entdeckt wurde. Sie liegt in einem Feuchtgebiet auf einer Erhebung am Südrand der Lebuser Platte, nördlich von Fürstenwalde im Landkreis Oder-Spree. Die Anlage ist etwa fünf Meter lang, 1,5 m breit und 1,3 m hoch. Sie besteht aus rotem Trebuser Sandstein und Kalksteinplatten, mit Rollsteinen und Lehmestrich auf dem Boden. Die Steinkiste ist als Grabkiste zu deuten, da sie einen Zugang an der östlichen Schmalseite besitzt. Sie gehört zu den ungewöhnlich großen Kisten der Kugelamphorenkultur, die etwa 3100–2700 v. Chr. datiert werden. An der Stelle wurden Knochen von mindestens sechs Individuen, ein Schweinezahn und eine Schleifplatte gefunden. 1986 wurden zudem verzierte Keramikbruchstücke, Klingen und Feuersteinabschläge entdeckt. Die Anlage ist in einem Feuchtgebiet gelegen, umgeben von Wald und Flachland. Der Zugang zur Kammer ist an der östlichen Schmalseite, was auf eine Grabfunktion hinweist. Die Steinkiste ist Teil einer Kultur, die in Jütland und dem nördlichen Europa bekannt ist. Die Funde belegen eine Nutzung der Anlage als Bestattungsstätte und geben Einblick in die Lebensweise und Handwerkskünste der damaligen Bevölkerung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Steinkiste
- Ort
- Fürstenwalde
In der Nähe
- Steinhöfel3.0 km
- Schloss Steinhöfel3.3 km
- Stadtmauer Müncheberg8.4 km
- Dorfkirche Berkenbrück8.6 km
- Berkenbrück8.6 km
- Müncheberg8.7 km
QR-Code