Schloss Grunau

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Schloss Grunau

Ehemaliges Herrenhaus in Siestrzechowice (Grunau), Woiwodschaft Oppeln, Polen

Das Schloss Grunau ist ein Renaissance-Herrenhaus in Siestrzechowice, einem Ort im Powiat Nyski der Woiwodschaft Oppeln in Polen. Es wurde zwischen 1593 und 1594 von dem Breslauer Fürstbischof Andreas von Jerin errichtet, um seinen Neffen Andreas von Jerin zu bewohnen. Die dreiflügelige Anlage umschließt einen quadratischen Innenhof, der von Arkadengängen im Tudorstil begleitet wird. Die Fassade und der Turm wurden im 17. Jahrhundert fertiggestellt, wobei die Nordfassade neunachsig und mit einem Walmdach versehen ist. Das Schloss ist für seine Renaissance-Architektur und die Schlosskapelle St. Ulrich bekannt, die bis 1596 mit Fresken versehen wurde. Diese zeigen Wappen der Adelsfamilie von Jerin und der Fürstentümer Neisse. Die Kapelle befand sich ursprünglich im Erdgeschoss und war vermutlich als Prunksaal genutzt. Die Fresken sind in 14 Felder geteilt, mit 68 Wappen an der Decke und weiteren 18 an den Wänden. Der barocke Wandaltar aus der Kapelle ist heute in der Wallfahrtskapelle in Gross Stein zu finden. Besucher können die historischen Räume und die Renaissance-Fassade erkunden. Der Innenhof bietet einen Blick auf die Arkadengänge und die Südwand mit dem Wappen des Fürstbischofs Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg. Die Umgebung umfasst die Landschaft des Powiat Nyski, die mit dem Schloss und dem Innenhof verbindet. Aufgrund des fehlenden Daches und der Feuchtigkeit sind die Fresken und die Bausubstanz stark gefährdet.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg
Ort
Siestrzechowice
Erbaut
1600
Denkmalstatus
unbewegliches Denkmal (Polen)

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