Lopodunum
römische Stadt im heutigen Deutschland
Lopodunum war eine römische Stadt, aus der das moderne Ladenburg entstand. Sie lag im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg und war im 1. Jahrhundert n. Chr. als militärischer Standort bekannt. Zwei Kastelle, Kastell I und Kastell II, standen auf dem Hochufer des Neckars. Die Stadt wurde im 2. Jahrhundert zur Zivilstadt umgewandelt und war ein zentraler Ort im Hinterland des Obergermanischen Limes. Sie gehörte zur Civitas Ulpia Sueborum Nicrensium, die Kaiser Trajan eingerichtet hatte. Lopodunum war ein bedeutender Handels- und Verwaltungsort mit einem Forum und einer monumentalen Basilika. Die Stadtmauer aus dem 3. Jahrhundert, die etwa 2,7 km lang war, zeugt von ihrer Bedeutung. Die Stadt blühte im 2. und frühen 3. Jahrhundert, als römische Grenztruppen die Wirtschaft ankurbelten. Die Siedlung umfasste bis zu 130 × 84 m und hatte eine eigene Verwaltungskörperschaft. Die Basilika wurde nicht vollendet, was auf eine mögliche Unterbrechung der Planung hindeutet. Die Stadt erlebte im 3. Jahrhundert den Limesfall, als römische Truppen abzogen und germanische Siedler einströmten. Bis in das 5. Jahrhundert blieb das Gebiet im Einflussbereich der Römer. Reste eines Ländeburgus unter dem Rathaus zeigen, dass die Region weiterhin militärisch relevant war. Die römischen Bauten wie die Kastelle und die Stadtmauer sind archäologisch gut belegt und geben Einblick in die römische Präsenz im Raum.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Ladenburg
In der Nähe
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- Ladenburg151 m
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