Waldglashütte unter dem Hilsborn
archäologische Stätte in Deutschland
Die Waldglashütte unter dem Hilsborn lag am Bach Hilsbornwasser zwischen Grünenplan und Eschershausen. Sie war eine frühneuzeitliche Glashütte, die im 17. Jahrhundert Waldglas produzierte. Der Glashüttenplatz ist heute ein archäologisches Denkmal und wurde seit 1996 von der archäologischen Denkmalpflege des Landkreises Holzminden untersucht. In der Nähe befanden sich zwei weitere Waldglashütten, die 1970 und 1989 archäologisch untersucht wurden. Die Waldglashütte unter dem Hilsborn wurde um 1630 gegründet und produzierte Glas bis 1662 oder 1667/68. Dies war eine ungewöhnlich lange Betriebsdauer, da Waldglashütten meist nach wenigen Jahren wanderten. Die Hütte wurde von Hans Greiner erbaut, der nach seinem Tod von seinem Schwiegersohn Franz Seidensticker übernommen wurde. Im Jahr 1663 gab es 39 Personen in der Hütte, darunter Meister, Geselle und Kesseljunge. Vor Ort finden sich Reste der Glashütte, darunter Glasöfen, Wohngebäude und Fundstücke wie Glasfragmente, Werkzeuge und Schusswaffen. Die Grabungen zeigten, dass die Hütte im 17. Jahrhundert während des Dreißigjährigen Kriegs überfiel wurde. Die archäologischen Funde belegen die Produktion von Hohlglas, Fensterglas und verschiedenen Glasarten. Die Hütte wurde vermutlich abgebrannt, als die Betriebsaktivitäten um 1667/68 endeten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Delligsen
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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