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Veljun massacre

Die Blagaj-Mordtat, auch Veljun-Mord, war ein Massenmord an etwa 400 serbischen Zivilisten durch die ustaša-Miliz am 9. Mai 1941. Sie fand kurz nach der deutschen Invasion in Jugoslawien und der Gründung des unabhängigen Staates Kroatien (NDH) statt. Die Tat ereignete sich in der Region Kordun, etwa 30 Kilometer südlich von Karlovac. Die Opfer stammten aus dem Dorf Veljun und Umgebung, angeblich wegen ihrer Beteiligung an der Ermordung eines katholischen Kroaten namens Joso Mravunac und seiner Familie. Die ustaša setzte die Täter mit einer "Volksgerichtsverhandlung" an, doch die Ermittlungen scheiterten, da die Überlebende der Familie Mravunac keine Täter identifizieren konnte. Vjekoslav Luburić, ein führender Ustaša-Offizier, gründete daraufhin ein "spezielles Gericht" und ließ 32 oder 36 Gefangene zum Tode verurteilen. Alle Männer wurden in einem Grab hinter der Schule in Blagaj ermordet und in einer Massengruft bestattet. Die Frauen der Opfer brachten später Nahrung für die Gefangenen, doch die Männer wurden als in Deutschland verschleppt angegeben. Nach dem Massaker entstanden langfristige Spannungen zwischen den Bewohnern von Blagaj und Veljun. Während des Jugoslawien-Kriegs 1991–1995 führten die beiden Gemeinden einander Gewalt an und vertrieben sich gegenseitig. Die Erinnerung an das Massaker wurde in jüngeren Jahren wiederbelebt, doch die Erinnerung an die Opfer blieb oft unverarbeitet. Die jährliche Gedenkfeier wurde nach einem Desaster im Jahr 1999 wieder aufgenommen.

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Art
Massaker

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