NiederösterreichBezirk Q980

Burg Oberndorf

archäologische Stätte in Deutschland

Die Burg Oberndorf war ein mittelalterlicher Burgstall im Ortsteil Oberndorf der Gemeinde Kemnath im Landkreis Tirschenreuth. Sie wurde als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6137-0088 im Bayernatlas registriert. Die Anlage existiert nicht mehr, doch vermutet man, dass die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche St. Georg in Oberndorf einst die Schlosskirche der Burg war. Der Burgplatz wurde 1573 als noch vorhanden erwähnt, und es gab Hinweise auf einen Graben sowie einen eigenen Eingang zur Kirche. Die Familie der späteren Grafen von Oberndorff stammte aus dem Ministerialengeschlecht der Landgrafen von Leuchtenberg. 1244 wurde erstmals ein Chunradus de Oberndorf als Zeuge in einer Urkunde erwähnt. 1281 verpfändete Landgraf Friedrich II. die Burg an den Burggrafen von Nürnberg und verkaufte sie 1282. 1283 kam Oberndorf durch Verkauf an die Wittelsbacher, und 1285 wurde es im bayerischen Herzogsurbar erwähnt. Von einer Burg war danach nur noch der Meierhof übrig. Der genaue Standort der Burg wird westlich des Kirchhofes vermutet, doch Spuren sind nicht erhalten. Es wird diskutiert, ob es sich um eine Weiherburg oder einen Wohnturm mit trockenem Graben handelte. Die Kirche St. Georg wird als mögliche Schlosskirche angesehen, und es gibt Hinweise auf einen Graben sowie einen eigenen Eingang zur Kirche. Die Familie der Oberndorffer war in verschiedenen Funktionen tätig und besaß Besitzungen in mehreren Orten.

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Art
Archäologische Stätte
Ort
Bayern
Denkmalstatus
Baudenkmal in Bayern

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