📷 Bild: Wikimedia Commons
Afghanistan-Museum
Spezialarchiv und Spezialbibliothek in Bubendorf (Schweiz)
Das Afghanistan-Museum in Bubendorf war ein vorübergehendes Museum, das von 1999 bis 2006 existierte. Es lag in der Schweiz und diente dazu, Kulturgüter aus dem Nationalmuseum in Kabul vor militärischen Zerstörungen zu schützen. Die Einrichtung wurde mit Zustimmung der Konfliktparteien des afghanischen Bürgerkriegs geschaffen, nachdem das Nationalmuseum mehrfach geplündert worden war. Es war ein weltweit einzigartiges Projekt zur sicheren Verwahrung von Kulturgütern aus einem anderen Land. Das Museum wurde am 7. Oktober 2000 für die Öffentlichkeit geöffnet und bot eine Ausstellung mit rund 1.400 Gegenständen in 20 Vitrinen. Zudem gab es einen nicht zugänglichen Bergungsraum für weitere Kulturgüter. Die Ausstellung wurde von Schweizern und Exilafghanen gestaltet und finanziert durch Spenden in Höhe von etwa 1,5 Millionen Schweizer Franken. Etwa 50.000 Besucher kamen während des Bestehens des Museums. Die Ausstellungsfläche lag auf zwei Etagen und zeigte neben Gegenständen aus dem Nationalmuseum auch private Spenden sowie Alltagsgegenstände aus Afghanistan. Das Museum war eng mit dem Afghanistan-Institut in Bubendorf verbunden, das für die fachliche Betreuung zuständig war. Nach der Rückführung der Kulturgüter im Jahr 2007 wurde das Museum geschlossen, da die afghanischen Behörden die Rückgabe verlangt hatten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Fachbibliothek, Gedächtnisinstitution, Facharchiv
- Ort
- Bubendorf
- Adresse
- Brühlstrasse 2, 4416 Bubendorf
- Erbaut
- 1999
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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