📷 Bild: Wikimedia Commons
U-Boot-Bunker Valentin
verbunkerte U-Boot-Werft aus dem Zweiten Weltkrieg
Der U-Boot-Bunker Valentin liegt im heutigen Bremer Ortsteil Rekum, damals Farge-Rekum, an der Weser. Er wurde während des Zweiten Weltkriegs von 1943 bis März 1945 unter Einsatz von Zwangsarbeitern gebaut und war Teil eines Rüstungsprojekts der Kriegsmarine. Der Bunker war für die Fertigung von U-Booten des Typs XXI vorgesehen und war nach der Grundfläche der größte freistehende Bunker in Deutschland. Er wurde zu etwa 95 Prozent fertiggestellt, doch die Produktion wurde nicht aufgenommen. Der Bunker war ein zentrales Projekt der Kriegsmarine, das mit einer monatlichen Produktion von 14 U-Booten geplant war. Die Sektionen der Boote wurden in anderen Werften vorgefertigt und im Bunker Valentin zusammengebaut. Zudem wurde ein weiterer Bunker, Valentin 2, geplant, um die Ausrüstung der U-Boote zu ermöglichen. Die Bauarbeiten wurden von der Organisation Todt geplant und beaufsichtigt, wobei 10.000 bis 12.000 Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Mehrere tausend Menschen starben vermutlich während des Bauprozesses. Der Bunker ist heute ein Denkmal und Gedenkort. Ein Teil des Bunkers wurde von der Bundeswehr als Depot genutzt und später zu einer Gedenkstätte umgebaut. Begehbar ist der Teil, der als Depot diente, sowie ein zerstörter Teil im Tunnel. Der Rest der Ruine ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Gedenkstätte wurde am 8. November 2015 eröffnet und steht unter Bremer Denkmalschutz.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Bunker, Werft, U-Boot-Bunker, Gedenkstätte
- Ort
- Blumenthal
- Adresse
- Rekumer Siel, 28777 Bremen
- Erbaut
- 1943
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in der Freien Hansestadt Bremen
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