📷 Bild: Wikimedia Commons
Hohe Brücke (Wien)
Die Hohe Brücke überspannt im ersten Wiener Gemeindebezirk den Tiefen Graben und verbindet die Wipplingerstraße. An dieser Stelle kreuzte bereits eine römische Limesstraße den Ottakringer Bach, der später zugeschüttet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung als Holzbrücke stammt aus dem Jahr 1295, doch schon um 1200 war der Bach umgeleitet worden. Die heutige Brücke entstand 1904 im Jugendstil nach Plänen von Josef Hackhofer und wurde von Waagner Biro sowie Heinz Gerl ausgeführt. Ihre Marmorverkleidung und die ornamentalen Geländerstäbe erinnern an die beiden Vorgängerbauten. Besonders auffällig sind die mit Rollläden verzierten Seitenwände, die jedoch nur etwa einen halben Meter tief sind. Seit 1979 wurde das Bauwerk mehrfach instand gesetzt, zuletzt 1996 mit einem neuen Beleuchtungskonzept. Von der Wipplingerstraße führt eine Treppe hinab zum Tiefen Graben. Die Brücke steht unter Denkmalschutz und bietet beidseitig Gehsteige. Ihre Gestaltung verbindet historische Bezüge mit moderner Technik, was sie zu einem markanten Punkt in der Wiener Innenstadt macht.
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