📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Dannenberg
abgegangene Schlossanlage in Dannenberg (Elbe), Niedersachsen
Das Schloss Dannenberg war eine Residenz der Welfen in Dannenberg (Elbe), Niedersachsen. Es wurde ab 1569 von Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg als Nachfolger der mittelalterlichen Burg errichtet. Die Anlage stand auf einer Sandinsel in der Flussschleife der Jeetzel und umfasste einen Burgberg, den späteren Amtsberg. Der Waldemarturm, ein erhalten gebliebener Bergfried, wurde um das Jahr 1200 errichtet und später durch einen Treppenturm erweitert. Das Schloss war bis ins 18. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum, bis es schrittweise abgerissen wurde. 1672 brannte der Fachwerkaufbau des Waldemarturms ab, und 1774–1776 wurden weitere Bauten abgerissen. Die Anlage verlor ihre Funktion als Residenz und wurde zum Amtshof. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm beschädigt, und nach dem Krieg wurden die Gebäude von der britischen Militärverwaltung genutzt. Heute ist der Waldemarturm das einzige erhaltene Gebäude der Anlage. Auf dem Schlossgelände stehen heute mehrere Gebäude aus späteren Epochen, darunter ein Fachwerkgebäude aus dem 19. Jahrhundert und das Landratsamt, das heute das Amtsgericht beherbergt. Im Waldemarturm ist seit 1955 ein Heimatmuseum untergebracht. Die Anlage umfasst auch archäologische Funde wie einen slawischen Ringwall und Reste eines Wassergrabens.
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