KlosterBayern

Kloster Andechs

Kloster Andechs steht auf einem Höhenrücken über dem Ammersee und ist nach Altötting der zweitgrößte Wallfahrtsort Bayerns. Der Beiname „Heiliger Berg" kam um 1425 auf; die Benediktinerabtei entstand auf dem Gelände der ehemaligen Burg Andechs. Ausgelöst wurde die Wallfahrt durch einen Fund: Am 26. Mai 1388 kam ein bedeutender Reliquienschatz zutage, zu dem später auch Teile der Heiligen Drei Hostien gerechnet wurden. Der Zulauf machte einen Neubau nötig, die spätgotische Hallenkirche entstand 1423 bis 1427. Herzog Albrecht III. wandelte das Chorherrenstift am 17. März 1455 in ein Benediktinerkloster um. 1669 zerstörte ein Brand große Teile der Anlage, der barocke Wiederaufbau war 1674 abgeschlossen. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Kirche Abt Bernhard Schütz, der sie 1751 bis 1755 durch Johann Baptist Zimmermann im Rokokostil umgestalten ließ. In der Schmerzhaften Kapelle wurde 1982 auf eigenen Wunsch der Komponist Carl Orff bestattet; seit 1977 hat das Haus Wittelsbach hier einen Familienfriedhof. Zum Kloster gehört die größte noch authentische Klosterbrauerei Deutschlands mit über 100.000 Hektolitern Jahresausstoß – Kirche, Biergarten und Aussicht über das Fünfseenland gehören für die meisten Besucher zusammen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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