📷 Bild: Wikimedia Commons
Raguhn-Jessnitz
Stadt in Sachsen-Anhalt
Raguhn-Jeßnitz ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Sie entstand 2010 aus der Fusion mehrerer Gemeinden. Das Gebiet liegt beiderseits der Mulde zwischen Dessau-Roßlau im Norden und Bitterfeld-Wolfen im Süden. Die Stadt gliedert sich in verschiedene Stadtteile, die historisch und kulturell bedeutsam sind. Die Stadt hat eine reiche Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Jeßnitz wurde 1259 erstmals urkundlich erwähnt, Raguhn 1285. Im 14. Jahrhundert erhielten beide Städte Stadtrechte. Die Mulde prägte die wirtschaftliche Entwicklung durch Fischfang, Brückenbau und Wasserkraft. Im 16. Jahrhundert traten Pestepidemien und Kriegsfolgen die Bevölkerung stark. Die jüdische Gemeinde, die ab dem 17. Jahrhundert in der Stadt lebte, trug zur wirtschaftlichen und kulturellen Vielfalt bei. In der Stadt gibt es historische Räume wie die Langen Straße, die einst ein Friedhof und später ein jüdischer Begräbnisplatz war. Die Synagoge wurde 1639 errichtet und 1865 durch einen Neubau ersetzt. Die jüdische Gemeinde erreichte ihren Höchststand um 1840, schrumpfte aber im 19. Jahrhundert. Im NS-Zeitraum wurden die jüdischen Einwohner verfolgt, die Synagoge zerstört und ein Lager für Zwangsarbeiter eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Opfer auf dem Friedhof von Raguhn beerdigt. Heute erinnert eine Gedenktafel an die zerstörte Synagoge und die jüdische Gemeinde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Stadt in Deutschland
- Ort
- Landkreis Anhalt-Bitterfeld
- Seehöhe
- 76 m
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