📷 Bild: Wikimedia Commons
Broderbrunnen
Zierbrunnen in der Stadt St. Gallen, Schweiz
Der Broderbrunnen ist ein Brunnen auf dem Lindenplatz in St. Gallen, der zur Schweizerischen Kulturgüterliste gehört. Er wurde 1895 errichtet, als das Bodenseewasser erstmals in die St. Galler Haushalte floss. Der Brunnen wurde von August Bösch geschaffen und trägt den Namen des Kantonsrichters Hans Broder, der Geld für die Anlage hinterlassen hatte. Die Anlage diente ursprünglich der Wasserversorgung, obwohl sie dafür nicht geeignet war. Der Brunnen zeigt verschiedene Figuren, darunter eine Nymphe, die oben aufgestellt ist und nur mit einem Tuch bekleidet ist. Bösch holte für die Nymphe ein Aktmodell aus Zürich, was zu einem Skandal führte. Die Nymphe wird von zwei weiteren Figuren flankiert, die ihr zu Füssen liegen. Tiefer im Brunnen sind drei Kinder dargestellt, die auf Wassertieren reiten. Die Figuren sind aus Galvanobronze und hatten ursprünglich einen Gipskern, was zu einer Renovierung führte. Der Broderbrunnen ist ein Denkmal für die Wasserversorgungsgeschichte St. Gallens. Die ursprünglichen Figuren wurden in die Kunstgiesserei St. Gallens gebracht und restauriert. Die bronzene Kopien wurden 2000 wieder am ursprünglichen Ort aufgestellt, während die Originalfiguren ins Historische Museum verbracht wurden. Die Anlage ist Teil der Kulturgüterliste des Kantons St. Gallen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Statue, Zierbrunnen
- Ort
- St. Gallen
- Adresse
- St. Leonhard-Strasse, 9000 St. Gallen
- Architekt
- August Bösch
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse A von nationaler Bedeutung
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