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Mesolithischer Fundplatz Rottenburg-Siebenlinden

archäologische Stätte in Deutschland

Der mesolithische Fundplatz Rottenburg-Siebenlinden liegt im Ortsteil Siebenlinden von Rottenburg am Neckar und besteht aus mehreren Lagerplätzen, die als Siebenlinden 1–5 bezeichnet werden. Die Fundstellen entstanden durch Baumaßnahmen ab 1990 und umfassen Steinartefakte, Werkzeuge sowie tierische und pflanzliche Überreste. Die gut erhaltene Struktur ermöglichte die Identifizierung von Feuerstellen, Behausungen und Arbeitsplätzen. Der Fundplatz zählt zu den wenigen erhaltenen Freilandstationen des Mesolithikums. Die Forschung begann 1987 mit der Entdeckung einer eisenzeitlichen Siedlung, wobei die mesolithischen Schichten erst 1991 erkannt wurden. Bis 2004 wurden fünf Fundkomplexe identifiziert, wobei die Datierung durch 14C-Messungen bestätigt wurde. Die Schichten sind in neun Sedimentzonen unterteilt, die zu acht Fundhorizonten führen. Die Funde decken einen Zeitraum von Neolithikum bis Mesolithikum ab, wobei die wichtigsten Funde aus dem spätmesolithischen Horizont II stammen. In den Fundhorizonten wurden über 5000 Silexartefakte gefunden, wobei die meisten aus Muschelkalkhornstein oder Jurahornstein bestehen. Die Mikrolithen zeigen unterschiedliche Formen, wobei Dreiecksmikrolithen in späteren Schichten häufiger vorkamen. Zudem wurden Feuerstellen, Schlagsteine und Schleifplatten sowie tierische und pflanzliche Überreste gefunden. Die Funde belegen eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen, wobei einige Artefakte wie Rentierknochen oder Schmuckteile auf besondere Nutzungszwecke hinweisen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Rottenburg am Neckar

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