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Schloss Schönborn
Schloss in Deutschland, Stockheimer Hof
Schloss Schönborn ist ein Renaissance-Adelshof aus dem 16. Jahrhundert in Geisenheim im Rheingau. Es wurde 1550 von dem Geisenheimer Adelsgeschlecht von Stockheim errichtet. Das Gebäude steht am Rande eines ummauerten Weinbergs und ist ein Beispiel für ein offenes Herrenhaus, das aus spätgotischer Form in die Renaissance übergeführt wurde. Es besitzt ein dreistöckiges, rechteckiges Aussehen mit Satteldach und Walmen sowie einen polygonalen Treppenturm und einen angebauten Standerker. Der Stockheimer Hof erlangte 1646 überregionale Bedeutung, als hier Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden stattfanden. 1652 erwarb Philipp Erwein von Schönborn das Gut, das bis heute im Besitz der Grafen von Schönborn-Wiesentheid ist. Die Innenausstattung wurde im 19. Jahrhundert historisierend erneuert, wobei viele Reste vergangener Epochen erhalten blieben. 1875 fügte der Architekt Heinrich Theodor Schmidt historisierende Renaissanceelemente an den Erker an, darunter Ecktürmchen mit Spitzhelm. Im Schlossgebiet liegt ein Clos, ein ummauerter Weinberg, der den Anbau von Wein an der Rheinseite begünstigt. Die Räume des Schlosses sind mit historisierter Holzausstattung versehen, und die Fassade zeigt das Wappen derer von Stockheim. Umgeben ist das Anwesen von Weinfeldern und Wäldern, die den rheinischen Landschaftscharakter widerspiegeln. Die Ausblicke reichen bis zum Rhein und den umliegenden Hügeln.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Geisenheim
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Hessen
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