📷 Bild: Wikimedia Commons
Vratěnín
Gemeinde in Tschechien
Vratěnín ist eine Gemeinde im Okres Znojmo in Südmähren, an der österreichischen Grenze. Der Ort liegt südlich der Grenze und ist als Längsangerdorf angelegt. Der Grenzübergang Vratěnín/Drosendorf befindet sich südlich des Ortes. Die Gemeinde war bis 1945 von einer bayrischen deutschen Bevölkerung besiedelt, die eine Ui-Mundart sprach. Der Ort war bis ins 19. Jahrhundert ein Wallfahrtsort und hatte eine wichtige Rolle als Poststation auf der Straße von Wien nach Prag. 1723 wurde die Station zur Hauptpoststation erhoben, doch nach der Verlegung der Kaiserstraße verlor sie an Bedeutung. Die Gemeinde war auch bekannt für ihre Jahrmärkte und Wochenmärkte. 1996 gewann Vratěnín den Wettbewerb „Dorf des Jahres“. Vratěnín bietet historische Sehenswürdigkeiten wie die barocke Pfarrkirche Jakobus des Älteren, die Ruine des Augustinerklosters und mehrere barocke Bildsäulen. Die ehemalige Umspanne ist heute als Gasthaus und Gemeindeamt genutzt. Zudem gibt es eine Rolandsäule aus dem Jahr 1595 sowie eine Orgelempore und ein Taufbecken aus der Bauzeit. Die Gemeinde ist auch für ihre Sagen bekannt, darunter die Geschichte des jammernden Geistes und des roten Bärtigen Riesen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Tschechien
- Ort
- Okres Znojmo
- Seehöhe
- 468 m
- Website
- https://www.vratenin.cz
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