Zisterzienserabtei Reinfeld

📷 Bild: Wikimedia Commons

KlosterKreis StormarnBezirk Kreis Stormarn

Zisterzienserabtei Reinfeld

ehemaliges Zisterzienserkloster

Kloster Reinfeld war ein Zisterzienserkloster in Reinfeld, Holstein, gegründet im Jahr 1186 auf Veranlassung von Graf Adolf III. von Holstein. Die Gründungsurkunde wurde 1189 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa unterzeichnet. Der erste Abt Hartmannus zog 1190 mit zwölf Mönchen aus dem Mutterkloster Loccum nach Reinfeld. Die Kirche wurde 1237 geweiht und war eine Backsteinbasilika. Das Kloster wuchs zu einem der reichsten und angesehensten Klöster Norddeutschlands mit Landbesitz bis ins Baltikum und Beteiligungen an der Saline Lüneburg. Das Kloster besaß eine umfangreiche Bibliothek und verfasste Abt Friedrich im 15. Jahrhundert den Abtsspiegel. Die Mönche züchteten Holsteiner Karpfen in bis zu 60 Teichen, doch der Fischbedarf wurde durch Seefisch aus Lübeck ergänzt. Das Kloster hatte politischen Einfluss und besaß ein Stadthaus in Lübeck. Im 16. Jahrhundert wurde es durch die Reformation beeinträchtigt, und 1582 wurde es säkularisiert. Die letzten erhaltenen Gebäude und die Matthias-Claudius-Kirche entstanden aus dem Material der zerstörten Klosterkirche. Die Klostergebäude standen bis 1635 unter dem Schutz der Klostermauern. Die Klosterkirche wurde 1636 durch einen Dammbruch zerstört und durch eine kleinere Kirche ersetzt. Die Matthias-Claudius-Kirche beherbergt zwei Glocken aus dem ehemaligen Kloster. Der Stadthof in Lübeck wurde 1821 nach einem Brand wieder aufgebaut. Die Grabplatten der Äbte sind in der Matthias-Claudius-Kirche zu finden, darunter die von Abt Johannes II. von Petershagen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Reinfeld
Erbaut
1186

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