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Kolkbläser-Monsterhöhle-System
Höhlensystem in den Berchtesgadener Alpen
Das Kolkbläser-Monsterhöhle-System liegt in den Südabstürzen des Steinernen Meeres in den Berchtesgadener Alpen. Es ist ein Höhlensystem, das sich auf einer Fläche von ca. 1,5 km² erstreckt. Der Eingang misst 20 Meter und ist vom Talboden in Saalfelden aus sichtbar. Die Erkundung begann in den 1950er Jahren, wobei eine systematische Vermessung 1975 durchgeführt wurde. Das System umfasst bislang 44,5 km Länge und 711 m Tiefe. Das System ist das zweitlängste bekannte Höhlensystem im Land Salzburg nach dem Lamprechtsofen. Es besteht aus bis zu neun Ebenen, die über Schächte verbunden sind. Das Pfingstschachtsystem ermöglicht einen schnellen Zugang bis zu 711 m Tiefe. Die Vermessung erfolgte mit dem Topofil, einem speziellen Gerät für Höhlenforscher. Bislang wurden 36.200 Forschungsstunden unter Tage benötigt. Neben dem Kolkbläser-Monsterhöhle-System liegen das Windbachkopf-Höhlensystem und die Hennenkopfhöhle in der Nähe. Die Höhlen entstanden vor Millionen Jahren durch die Auflösung von Kalk durch Kohlensäure. In den nördlichen Kalkalpen bildeten sich riesige Flusshöhlen, die heute als Ruinenhöhlenetage bezeichnet werden. Das System im Schindelkopfgebiet ist ein Rest dieser alten Systeme. Die Höhlen sind noch nicht vollständig erforscht, und viele Gänge enden in Geröll. Die vertikalen Schächte sind jünger und oft mit engen Mäandern verbunden. Die Erforschung des Steinernen Meeres ist noch in den Anfängen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Höhle
- Ort
- Saalfelden am Steinernen Meer
In der Nähe
- Schindlköpfe250 m
- Kleiner Hundstod1.9 km
- Finsterbachkopf1.7 km
- Grosser Hundstod2.7 km
- Kienalkopf2.8 km
- Persailhorn3.2 km
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