Neustädter Rathaus (Warburg)
archäologische Stätte in Deutschland
Das Neustädter Rathaus in Warburg war ein mittelalterliches Gebäude, das zwischen etwa 1250 und 1803 bestand. Es stand am Nordrand des Neustädter Marktplatzes und hatte eine Größe von etwa 31,80 m mal 12,60 m. Die Grundmauern wurden 1984 freigelegt und zeigen die Struktur eines Untergeschosses mit einer zweischiffigen Halle und einem Keller mit Tonnengewölbe. Das Rathaus war ein bedeutendes Bauwerk der mittelalterlichen Stadt und entsprach in seiner Größe anderen Rathäusern Norddeutschlands wie in Warburg-Altstadt, Dortmund und Braunschweig. Es diente sowohl als Kaufhalle als auch als Schule und „Stadtkeller“. 1760 wurde es durch Soldaten der Siebenjährigen Kriegszeit zerstört, und 1803 wurden die Ruinen abgebrochen, um ein Wachthaus und den Marktplatz zu pflastern. Heute deuten in der Pflasterung des Neustädter Marktplatzes seit 2013 zwei breite Messing-Schienenstränge die Umrisse der ursprünglichen Grundmauern an. Die Ausgrabungen aus den 1980er Jahren haben die Architektur und die Nutzung des Gebäudes im Mittelalter dokumentiert. Die Räume wie die Halle, der Keller und die Spindeltreppe sind in den Funden nachweisbar.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Warburg
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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