Kastell Höchst
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kastell Höchst war ein frühkaiserzeitliches römisches Militärlager, das heute im Frankfurter Stadtteil Höchst überbaut ist. Es lag am Main, zwischen der Nidda und der Wetterau, an einer wichtigen Verkehrsstraße und Flussverbindung. Die Lage bot Vorteile für den Transport und die Versorgung, wodurch das Kastell strategisch bedeutsam war. Es war vermutlich in augusteischer Zeit gegründet und wurde möglicherweise schon zu Zeiten der Feldzüge des Drusus genutzt. Das Kastell war Teil der römischen Besiedlung und war eng mit der Ziegelproduktion verbunden. Die Legionsziegelei in Höchst produzierte Ziegel für die Kastelle am Limes, wobei verschiedene Legionen und Truppenteile beteiligt waren. Die Ziegel wurden über die Flüsse Main und Nidda transportiert. Die Produktion wurde bis zum Bau des Obergermanischen Limes fortgeführt und später von Zivilisten übernommen. Die Funde belegen eine wichtige Rolle der Ziegelherstellung im römischen Frankfurt. Im Bereich des Kastells wurden Grabungen durchgeführt, die frühkaiserzeitliche Keramik und Münzen sowie Spuren der Ziegelproduktion zutage förderten. Die Funde zeigen, dass das Kastell mehrfach besetzt und verlassen wurde. Die Anlage war vermutlich von ungewöhnlicher Form und bestand aus mehreren Gräben. Die genaue Ausdehnung und Struktur der Anlage sind bis heute nicht vollständig geklärt. Die römische Militärziegelei in Höchst war ein zentraler Produktionsort für die Kastelle am Limes.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
- Ort
- Frankfurt am Main
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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