📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Bokeloh
Burganlage in Bokeloh in Niedersachsen
Die Burganlage von Schloss Bokeloh liegt im Niederungsgebiet der Westaue in Bokeloh, Niedersachsen. Sie wurde im 13. Jahrhundert von Mindener Bischof Ludolf errichtet und war ursprünglich eine Burg. Im 15. Jahrhundert wurde sie von den Grafen von Schaumburg als Amtssitz genutzt. Nach der Auflösung des Amtes 1819 wurden viele Gebäude abgerissen, wobei das Amtshaus und ein Nebengebäude erhalten blieben. Die Anlage war ursprünglich eine lose Ansammlung von Gebäuden mit einem Burgturm. Eine Karte aus dem 17. bis 18. Jahrhundert zeigt sie als Dreiflügelanlage mit Brauhaus, Wohnhäusern und weiteren Gebäuden. Im 19. Jahrhundert wurden Fundamente eines Turms entdeckt, und die heutigen Gebäude stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Steine der Burg wurden 1976 auf den Tienberg zurückgeführt, da ähnliche Gesteine nur in Bodenwerder vorkamen. Die Burg war im 13. Jahrhundert ein wichtiger territorialer Faktor im Raum Wunstorf. Sie wurde von Bischof Wilhelm I. 1242 errichtet und 1317 erstmals urkundlich erwähnt. Sie war keine reine Bischofsburg, da Grafen von Roden dort saßen. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg verpfändet und später von den Grafen von Schaumburg als Amtssitz genutzt. 1819 wurde sie mit dem Amt Blumenau vereinigt.
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- Art
- Schloss
- Ort
- Wunstorf
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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