📷 Bild: Wikimedia Commons
Burg Oschersleben
Burgruine in Deutschland
Die Burg Oschersleben ist eine mittelalterliche Burganlage in Oschersleben, Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt. Sie liegt in der Nähe der Bode und war ursprünglich als Niederungsburg mit Wällen und Wassergräben ausgestattet. Die urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1205, wobei die Burg möglicherweise älter ist. Sie stand im Besitz der Bischöfe von Halberstadt und wurde später von verschiedenen Adelsgeschlechtern verpfändet. Im 16. Jahrhundert wurde sie durch Kardinal Albrecht erneuert und erweitert, wobei ein Renaissance-Wohnhaus entstand. Die Burg verlor ihre militärische Funktion und wurde im 17. Jahrhundert zur Domäne Brandenburgs. Im 19. Jahrhundert ging sie in private Hände über, wobei das Schloss 1896 bis auf einen Treppenturm abgetragen und als Speicher neu gebaut wurde. Die ursprüngliche Burganlage ist weitgehend verschwunden, lediglich Reste der Wehranlagen und das umgebauten Schloss sind erhalten. Von der Renaissancezeit sind Portale, Fenster und eine Wappentafel sowie eine Wendelstiege aus dem 16. Jahrhundert überliefert. Heute ist die Burg ein architektonischer Blickfang und Teil des historischen Stadtkerns. Sie wurde 2011 von der Bewos Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH erworben, die sie zu einem Wohn- und Gewerbeobjekt sanieren will. Die Nutzung umfasst ein Archiv, Wohnungen und einen Veranstaltungssaal. Die Sanierung erfolgte nach dem Haus-im-Haus-Prinzip, wobei eine neue tragende Konstruktion auf Mikrobohrpfähle gestellt wurde. Die Burg bleibt ein Anziehungspunkt für die Stadt Oschersleben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg
- Ort
- Oschersleben (Bode)
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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