📷 Bild: Wikimedia Commons
Wallner-Theater
ehemaliges Theater in Berlin
Das Wallner-Theater war ein Theater in Berlin-Mitte, das von 1864 bis 1939 bestand. Es lag in der Wallner-Theaterstraße 35, nordöstlich vom Bahnhof Jannowitzbrücke. Das Gebäude war ein länglicher klassizistischer Bau mit Säulen an den Fassaden und einem Park neben dem Zuschauerraum. Zuvor befand sich das Theater in der Blumenstraße 9b. Das Theater war bekannt für seine Schwänke, Lustspiele und komische Opern, besonders Berliner Possen von David Kalisch. 1864 wurde ein neues Gebäude mit etwa 1200 Plätzen errichtet, eines der größten in Berlin. 1894 übernahm Raphael Löwenfeld das Theater und nannte es Schiller-Theater O. Ab 1899 fanden hier regelmäßig Opernaufführungen statt. 1929 wurde hier ein Stück von Joseph Goebbels uraufgeführt. 1930 übernahm Erwin Piscator das Haus und betrieb es bis 1931 als Piscator-Bühne. Im Wallner-Theater wurden verschiedene Aufführungen präsentiert, darunter die Uraufführung von David Kalischs „Actienbudiker“ 1856, das erfolgreichste Stück in dieser Zeit. 1894 wurde Friedrich Schillers „Die Räuber“ uraufgeführt. 1929 gab Joseph Goebbels sein Stück „Blutsaat“ hier Premiere. Die Piscator-Bühne präsentierte 1930 u. a. „§ 218 – gequälte Menschen“ und „Mond von links“.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Theatergebäude, ehemaliges Theater, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
- Ort
- Berlin
- Adresse
- Wallner-Theater-Straße 35, Berlin
- Architekt
- Eduard Titz
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