Kastell Heldenbergen
ehemaliges, mehrphasiges römisches Lager mit Zivilvicus in der Gemarkung von Heldenbergen, einem Ortsteil von Nidderau im Main-Kinzig-Kreis in Hessen
Das Kastell Heldenbergen liegt am rechten Ufer der Nidder in Heldenbergen, einem Ortsteil von Nidderau im Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Es befindet sich auf einer Lößterrasse oberhalb eines Prallhangs und wurde von der Konrad-Adenauer-Allee durchschneidet. In der Antike lag der Fundplatz acht Kilometer hinter dem Limes in der Provinz Germania superior. Das Kastell ist für seine drei unterschiedlichen Lagerphasen bekannt: Heldenbergen I (8,5 Hektar), Heldenbergen II (1,5 Hektar) und Heldenbergen III (0,86 Hektar). Die Lager wurden in verschiedenen Epochen errichtet und unterschiedlich belegt. Besonders Heldenbergen III entstand im Zuge des Limesbaus und diente als Depot. Zudem gab es ein Lagerdorf mit 50 bis 70 Häusern, Handwerksbetrieben und einem Gräberfeld mit etwa 230 Grabstellen. Im Bereich des Kastells und des vicus sind Bodendenkmale geschützt. Die Ausgrabungen zeigten gut erhaltene Strukturen wie Brunnen, Töpferöfen und Fundamente. Das Lagerdorf wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet und endete im 3. Jahrhundert durch Germanenüberfälle. Funde wie gestempelte Ziegel und Skelettteile deuten auf militärische und zivile Nutzung hin.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Nidderau
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