📷 Bild: Wikimedia Commons
Heidengraben
archäologische Stätte in Deutschland
Der Heidengraben ist ein keltisches Oppidum aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., das auf der Schwäbischen Alb nordöstlich von Bad Urach liegt. Die Anlage umfasst eine Fläche von rund 16,6 km² und besteht aus zwei Befestigungsringen. Innerhalb des inneren Rings befand sich die Siedlung Elsachstadt mit einer Ausdehnung von 1,53 km². Die Lage der Halbinsel ermöglichte den Bau von vier Befestigungen, die das Gebiet einfassten. Das Oppidum war ein zentraler Handelsplatz für den West-Ost-Verkehr über die Schwäbische Alb. Funde wie italische Amphoren und keltische Münzen belegen seine Bedeutung im überregionalen Handel. Die Anlage wurde im 19. Jahrhundert erkannt, und seit dem 21. Jahrhundert wurden Grabungen durchgeführt. Heute gibt es ein Heidengrabenzentrum mit multimedialem Angebot und einen Aussichtsturm, der einen Überblick über das Gelände bietet. Besucher können die Wallanlage der Elsachstadt, die Toranlage bei Erkenbrechtsweiler und das Grabhügelfeld Burrenhof besichtigen. Die Anlage spielt eine zentrale Rolle in der Keltenkonzeption Baden-Württembergs. Die touristische Erschließung umfasst das Heidengrabenzentrum und den Aussichtsturm, die seit 2024 existieren.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Baden-Württemberg
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