Hauts-de-FranceBezirk Hauts-de-France

Allée couverte du Bois d’Archemont

liegt im Wald von Archemont, südöstlich von Méréaucourt im Département Somme in Frankreich

Die Allée couverte du Bois d’Archemont ist ein unterirdisches Grabensemble im Wald von Archemont, südöstlich von Méréaucourt im Département Somme. Es handelt sich um eine Galeriegrabstätte, die am Grund einer Grube errichtet wurde. Die Anlage enthält zwei Schichten mit mindestens 34 und 35 Bestattungen, die durch anthropogene Trennungen charakterisiert sind. Die Knochenentnahmen und Teilentleerungen während der Nutzung zeigen eine komplexe Nutzungsgeschichte. Die Grabstätte war ursprünglich mit einem Holzdach bedeckt und erhielt später eine Megalithplattendecke. Diese wurde im oberen Bereich durch absichtsvolle Zerstörung beschädigt. In der Grabstätte wurden mehrere Bernsteinperlen und zehn geschliffene Feuersteinäxte gefunden, die zu Untersuchungen zur Herstellung und Nutzung führten. Die Vielfalt der Funde unterstreicht die kulturelle Bedeutung der Stätte. Die Umgebung der Allée couverte veränderte sich während der Nutzung mehrfach. Zunächst war das Gebiet bewaldet, doch es gab Hinweise auf Rodung in der ersten Belegungsphase. Danach folgte eine Waldregeneration, die der zweiten Belegungsphase entspricht. Eine erneute Rodung wurde später beobachtet. Heute hat der Wald das Gebiet wieder erobert und umgibt die Stätte.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte, Grab
Ort
Méréaucourt

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