📷 Bild: Wikimedia Commons
Jüdischer Friedhof Neunkirchen
Friedhof in Neunkirchen (94451)
Der Jüdische Friedhof Neunkirchen ist ein denkmalgeschützter Friedhof in der niederösterreichischen Stadt Neunkirchen. Er liegt im Industriegelände an der Südbahnstrecke und erstreckt sich von der Kernstockgasse 28 bis zur Brennereigasse. Der Eingang wird von zwei Backsteinhäusern mit neomaurischem Stil dominiert, die ein Gittertor markieren. Der Friedhof umfasst viele Freiflächen und ist nur zur Hälfte belegt. Grabsteine aus Marmor, Granit, Zementguss und Sandstein sowie Marmorplatten mit eingelassenen Grabsteinen sind vorhanden. Der Friedhof wurde 1890 gegründet, sieben Jahre nach der Synagoge, und war Teil der Israelitischen Kultusgemeinde. Die Kultusgemeinde verwaltete den Friedhof und legte Bestattungsgebühren fest. Für erwachsene Mitglieder wurden 18 Gulden berechnet, für Nichtmitglieder bis zu 300 Gulden. 142 Grabsteine sind erhalten, von denen 135 mit Namen und Daten dokumentiert sind. Zudem sind Gräber von zwölf ungarischen Juden, die 1944 deportiert wurden, vorhanden. Die Inschriften sind meist in hebräischer Sprache, mit deutschen Angaben oder ausschließlich in Deutsch. Auf dem Friedhof sind zerbrochene Grabsteine von der Reichspogromnacht 1938 zu sehen. Die Bestattungen endeten 1938 mit der Beerdigung von Sigmund Preis. Nach 1945 erfolgten lediglich drei Bestattungen. Der Friedhof ist ein Zeugnis der jüdischen Geschichte und der religiösen Bedeutung der Gemeinde in Neunkirchen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- jüdischer Friedhof
- Ort
- Neunkirchen
- Adresse
- Kernstockgasse 28
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
In der Nähe
- Elisabethbrücke851 m
- Teil der 1. Wiener Hochquellenleitung825 m
- Arbeiterwohnhäuser1.1 km
- Evangelische Pfarrkirche Neunkirchen1.2 km
- Eiserne Brücke1.1 km
- Evangelisches Pfarrhaus Neunkirchen1.2 km
QR-Code