Sachsen-Anhalt

Landkreis Köthen

Der Landkreis Köthen lag in der Magdeburger Börde, einem fruchtbaren Tiefland im Zentrum des Dreiecks zwischen Magdeburg, Dessau und Halle. Im Norden grenzte er an die Elbe, an deren Ufer sich das Wulfener Bruch erstreckt, ein Feuchtwiesengebiet mit seltenen Vogelarten. Der Landkreis war Teil des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und grenzte im Osten an den Landkreis Bitterfeld sowie im Westen an Bernburg. Historisch war das Gebiet eng mit dem Fürstentum Anhalt-Köthen verbunden, wo Johann Sebastian Bach als Kapellmeister wirkte. 1863 wurde der Kreis Köthen Teil des Herzogtums Anhalt, bevor er 1932 mit Dessau zum Kreis Dessau-Köthen fusionierte. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde er wieder zum Landkreis Köthen, bis er 2007 im neuen Landkreis Anhalt-Bitterfeld aufging. Die Eisenbahnstrecke Magdeburg–Halle durchquert das ehemalige Kreisgebiet. Heute erinnert das Wappen des Landkreises an seine Geschichte: Es zeigt einen halben silbernen Flug auf schwarzem Grund und eine Palme auf rotem Schildfuß. Die Region ist geprägt von der Elbnähe und den ausgedehnten Agrarflächen der Magdeburger Börde, die einst zu den ertragreichsten Böden Deutschlands zählten.

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