Kastell Ad Statuas
Ruine in Ungarn
Das Kastell Ad Statuas war ein römisches Militärlager, das den pannonischen Donaulimes sicherte. Es liegt heute im Dorf Várdomb im Komitat Tolna. Die Anlage befand sich in Unterhanglage am Westrand einer Niederung, zwischen den Bergen von Szekszárd und der Donau. Sie wurde auf einer leichten Erhebung gebaut, die über dem sumpfigen Terrain lag. Die Kanalisierung veränderte den Flusslauf und entfernte die Strukturen von der Donau. Das Kastell wurde vermutlich während der Regierungszeit der Flavier oder Trajan errichtet. Archäologen wie Mór Wosinsky fanden Baureste und Ziegelbruchstücke, die auf eine militärische Nutzung hinweisen. Ein Ziegelstempel des Tribuns Flavius Macianus wurde entdeckt. Die Truppe könnte die Cohors III Lusitanorum oder Cohors II Asturum et Callaecorum gewesen sein. Ein Veteran der Legio II Adiutrix begrub seinen Sohn in Ad Statuas. In der Umgebung des Kastells wurden zahlreiche römische Gräber gefunden, allerdings meist geplündert. Die Grabinschriften konnten nur teilweise gesichert werden. Funde sind heute im Wosinsky Mór Múzeum in Szekszárd. Der Limesverlauf zwischen Ad Statuas und Dunaszekcső ist dokumentiert. Die Anlage ist als archäologisches Kulturgut unter Schutz gestellt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- römisches Militärlager, Ruine, Römisches Bauwerk
- Ort
- Várdomb
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