📷 Bild: Wikimedia Commons
Thingstätte
Freilichtbühne in Heidelberg
Die Heidelberger Thingstätte ist eine Freilichtbühne auf dem Heiligenberg, errichtet im Nationalsozialismus als vorgebliche Nachbildung antiker griechischer Theater. Sie wurde 1934 begonnen und 1935 unter Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet. Die Anlage war Teil der Thingbewegung, die zur Verbreitung der NS-Ideologie dienen sollte. Sie war ursprünglich als „Feierstätte Heiligenberg“ geplant und später wieder als „Thingstätte“ bezeichnet. Die Thingstätte war ein zentraler Ort für die Reichsfestspiele, bei denen NS-Ideologie durch Theaterstücke vermittelt wurde. Sie war mit einer Amphitheateranlage ausgestattet, die bis zu 13.000 Zuschauer fassen konnte. Die Bühne war mit technischen Mitteln wie Mikrofonleitungen und Bühnenmikrofonen ausgestattet, um die Akustik zu verbessern. Die Anlage stand in der Nähe des Heidelberger Schlosses und des Ehrenfriedhofs, was ihre sakrale Ausrichtung unterstrich. Die Thingstätte bot einen weiten Ausblick auf die Neckarregion und war mit breiten Aufmarschrampen und Flaggentürmen ausgestattet. Sie war ein Ort für kulturelle Veranstaltungen und wurde bis 2018 hauptsächlich für Walpurgisnachtfeiern genutzt. Die Anlage ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal und steht als Zeugin der NS-Zeit.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Naturbühne, Thingstätte
- Ort
- Heidelberg
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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