Benediktiner-Doppelkloster, später Zisterzienserinnen Meerhusen

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KlosterNiedersachsenBezirk Niedersachsen

Benediktiner-Doppelkloster, später Zisterzienserinnen Meerhusen

ehemaliges Kloster in Ostfriesland, Deutschland

Das Kloster Meerhusen war ein Doppelkloster der Benediktiner, das im 12. Jahrhundert östlich des Westermeeres bei Aurich gegründet wurde. Es war nach Reepsholt die zweitälteste klösterliche Niederlassung in Ostfriesland und gehörte zu einem Klosterverband, der möglicherweise auf den Heiligen Hatebrand zurückgeht. Das Kloster lag zwischen den Seen Oster- und Westermeer und war ein Zisterzienserinnenkloster, das 1219 in den Zisterzienserorden aufgenommen wurde. Das Kloster war bis 1560 wirtschaftlich aktiv, besaß bis zu 1.500 ha Weideland und lebte von der Viehwirtschaft, insbesondere der Schafzucht. Es hatte Vorwerke in Terheide, Ostergrode und Heikeland. Nach der Reformation blieb es bestehen, wurde aber schließlich ein Armenasyl. 1556 ließ Gräfin Anna ein Jagdschloss errichten, das später zur Domäne wurde. Die letzten Nonnen verstarben vermutlich um 1600, und die Gebäude verfielen nach 1560. Heute sind kaum Reste des Klosters vorhanden. Die letzten Fundamente wurden 1845 abgetragen, und an der Stelle der Gebäude steht ein Forsthaus. Archäologische Grabungen im Jahr 1958 und 2016 fanden Keramik und Fundamente aus dem 15. Jahrhundert sowie Klosterformatziegel mit Tierpfotenabdrücken. Der Meerhusener Forst ist heute rund 700 ha groß und Teil der Gutsbezirk Tannenhausen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kloster, religiöse Gemeinschaft
Ort
Aurich

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