ThermenWestdeutschland

Kaiser-Friedrich-Therme

Die Kaiser-Friedrich-Therme liegt mitten in der Wiesbadener Innenstadt und ist weniger Badeanstalt als Baudenkmal, das noch benutzt wird. 1913 als vornehmes Badehaus eröffnet, zeigt sie die Formensprache des späten Jugendstils; die historische Schwimmhalle und das Russische Dampfbad wurden restauriert und in ihrem ursprünglichen Charakter erhalten. Auf rund 1.450 Quadratmetern folgt die Anlage einem Weg durch abgestufte Temperaturen, wie ihn schon die antike Badekultur kannte, und die Namen der Räume greifen das auf: Frigidarium, Tepidarium, Sudatorium, Lavacrum, Sanarium und finnische Sauna, dazu ein Thermal-Sitzbad, eine Frischluftkammer, Tropenregen, das Lumenarium und mehrere Ruhebereiche. Herzstück ist das Irisch-Römische Dampfbad. Wiesbaden verdankt seinen Ruf als Kurstadt den heißen Quellen im Untergrund, und das Thermalwasser gehört auch hier zum Programm. Das Haus wird textilfrei betrieben, was den Charakter des Besuchs prägt: kein Familienbad, sondern eine ruhige Anlage für Erwachsene. Massagen und Packungen lassen sich ergänzend buchen. Wer sich weniger für das Baden als für das Gebäude interessiert, kann an den monatlichen Themen- und Hausführungen teilnehmen, die außerhalb des regulären Betriebs stattfinden und auch die Technik hinter den historischen Räumen zeigen. Geöffnet ist ganzjährig; für den vollständigen Rundgang sollte man mehrere Stunden einplanen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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