Kleine Festung Theresienstadt

📷 Bild: Wikimedia Commons

Ústecký kraj

Kleine Festung Theresienstadt

Festungsanlage und Gefängnis in Theresienstadt

Die Kleine Festung Theresienstadt, auch Malá pevnost genannt, liegt in Terezín und wurde zwischen 1780 und 1790 von Kaiser Josef II. als Festungsanlage errichtet. Sie befindet sich auf der östlichen Seite der Eger und war bereits kurz nach ihrer Errichtung als Gefängnis genutzt. Die k.u.k. Monarchie verwendete sie zur Inhaftierung politischer Gefangener wie Alexander Ypsilantis oder der Attentatsgruppe von Sarajevo. Im Ersten Weltkrieg diente die Festung als Ort der Verfolgung russischer Einwohner. Zwischen 1914 und 1918 wurden viele Menschen verhaftet und in Zwangsarbeit gesetzt. In der Thalerhof-Internierung lagern bis zu 2000 Häftlinge, von denen 15 % starben. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Festung zum Gestapo-Gefängnis, wo bis zu 3800 Deutsche interniert wurden, wobei etwa 600 starben. In der Nachkriegszeit wurde die Kleine Festung zur Gedenkstätte, die die Geschichte der Verfolgung und Zwangsarbeit erinnert. Sie beherbergt eine Ausstellung zur Vertreibung der Deutschen. Die Festung ist heute ein Ort der Erinnerung und dokumentiert die Leiden der Häftlinge aus verschiedenen Zeiten.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Befestigung
Ort
Terezín
Denkmalstatus
Teil eines Nationales Kulturdenkmals in Tschechien

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