📷 Bild: Wolkenkratzer · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
Kanzlerbungalow
denkmalgeschütztes Bauwerk in Bonn
Der Kanzlerbungalow ist ein ehemaliges Wohn- und Empfangsgebäude des deutschen Bundeskanzlers in Bonn. Es wurde zwischen 1964 und 1999 genutzt und liegt im Park zwischen dem ehemaligen Bundeskanzleramt und dem Palais Schaumburg. Das Gebäude stand ursprünglich an der Stelle der abgerissenen Villa Selve. Es gilt als bedeutendes Beispiel der 1960er-Jahre-Architektur und steht seit 2001 unter Denkmalschutz. Es ist zudem eine Station des Geschichtsrundwegs Weg der Demokratie. Der Bungalow wurde von dem Architekten Sep Ruf entworfen und gilt als herausragendes Beispiel westdeutscher Nachkriegsarchitektur. Die Baukosten betrugen rund zwei Millionen Deutsche Mark. Das Gebäude besteht aus zwei gegeneinander versetzten Quadraten mit Atriumhöfen und ermöglicht flexible Raumkombinationen durch Schiebe- und Versenkwände. Die Innenraumgestaltung wurde von Ruf maßgeblich geprägt und durch verschiedene Bewohner verändert. Seit 1999 steht das Gebäude leer, da die Bundesregierung nach Berlin umzog. Das Palais Schaumburg ist seit 2001 der Zweitsitz des Bundeskanzleramts. Der Bungalow wurde 2007–2009 saniert und für Ausstellungen, Lesungen und Konzerte genutzt. 2014 war es zentraler Bestandteil des deutschen Beitrags zur Architekturbiennale in Venedig. Die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland betreibt eine Dauerausstellung und bietet Gruppenführungen an.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Einfamilienwohnhaus
- Ort
- Bonn
- Baustil
- Moderne
- Architekt
- Sep Ruf
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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