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Haus Geist
Wasserschloss im Stil der Lipperenaissance sowie des Barock bei Oelde in der Bauerschaft Ahmenhorst
Haus Geist bei Oelde in der Bauerschaft Ahmenhorst ist ein Wasserschloss aus der Zeit der Lipperenaissance und des Barock. Es lag auf zwei Inseln umgeben von einem Gräben-System und war zeitweise als Niederlassung der Jesuiten bekannt. Das Anwesen wurde im 16. Jahrhundert von Baumeistern der Familie von Brachum neu errichtet und 1593 durch Heirat an die Familie von Büren verpflichtet. 1640 übertrug Moritz von Büren das Schloss testamentarisch dem Jesuitenorden, der ab 1661 eine Niederlassung dort gründete. Das Schloss war bis 1773 im Besitz des Hochstifts Münster und trug zur Finanzierung der Universität Münster bei. Nach der Auflösung des Jesuitenordens wurde es 1884 verpachtet. In den Wäldern um das Schloss, bekannt als „Geisterholz“, fanden Bundespräsidenten in den 1950er Jahren Jagden für das diplomatische Corps statt. Heute ist ein Teil dieser Flächen als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Anlage umfasst einen Renaissance-Ostflügel der Wirtschaftsbauten, der 1982 restauriert wurde, sowie einen barocken Nordflügel des Schlossbaus. Die Reste des Gartens sind nur noch spärlich erkennbar. Die Bauten aus der Renaissance wurden im 19. Jahrhundert größtenteils abgebrochen, wobei das Eingangsportal des Torhauses und ähnliche Elemente erhalten blieben.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Oelde
- Denkmalstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
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