Nordfrankreich

Champagne Pommery

Das Champagnerhaus Pommery liegt auf der Butte Saint-Nicaise im Süden von Reims, einem Hügel, unter dem sich ein weit verzweigtes Netz von Kreidekellern erstreckt. Gegründet wurde es 1856 als Pommery & Greno durch den Wollhändler Louis-Alexandre Pommery und Narcisse Greno. Prägend wurde die Witwe des Gründers: Jeanne Alexandrine Pommery übernahm das Haus 1858 nach dem Tod ihres Mannes und machte aus dem kleinen Betrieb eine der großen Champagnermarken; ab 1866 firmierte es als Veuve Pommery & Fils. Sie ließ oberirdisch eine Anlage im Stil der englischen Neugotik errichten und unterirdisch achtzehn Kilometer Keller anlegen, die alte gallorömische Kreidegruben miteinander verbinden. Diese trichterförmigen Schächte, crayères genannt, wurden in der Antike zur Gewinnung von Kalkstein in den Fels getrieben; sie bieten gleichbleibende Kühle und Feuchtigkeit und damit ideale Bedingungen für die Flaschenreifung. Die Besichtigung führt über eine lange Treppe hinab in die Keller, wo die Flaschen in großer Zahl lagern und einzelne Wände mit Reliefs geschmückt sind. Seit dem Übergang an die Gruppe Vranken im Jahr 2002 wird der Betrieb als Domaine Pommery geführt; in den Kellern und den historischen Gebäuden sind regelmäßig Arbeiten zeitgenössischer Künstler zu sehen. 2015 nahm die UNESCO die Coteaux, Maisons et Caves de Champagne in die Welterbeliste auf – dazu zählen auch die Keller unter der Butte Saint-Nicaise. Unter Tage bleibt es ganzjährig kühl.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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