📷 Bild: Wikimedia Commons
Burgruine Rabenstein (Virgen)
Burg in Österreich
Die Burgruine Rabenstein, früher als Burg Virgen bekannt, ist eine Höhenburg in der Gemeinde Virgen im Osttirol. Sie liegt auf einem bewaldeten Hügel nördlich der Fraktion Mellitz und erreicht eine Höhe von 1410 Metern. Die Anlage, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, war bis ins 18. Jahrhundert Sitz des Pflegers von Virgen und verfiel danach allmählich. Die Ruine gilt als drittgrößte mittelalterliche Burganlage Tirols mit einer Fläche von 4.800 m². Die Burg hat eine reiche Geschichte, die bis in das römische Kaiserreich zurückreicht. Sie wurde im 12. Jahrhundert von Rudolf von Virgen gegründet und gehörte ursprünglich zur Grafschaft Görz. 1252 wurde sie an das Salzburger Erzbistum abgetreten, blieb aber lehnsrechtlich verbunden. Die Burg diente bis 1703 als Sitz des Gerichtes und wurde nach dem Brand 1703 dem Verfall preisgegeben. 1963 stürzten große Teile der Anlage ein, was zu umfangreichen Sicherungsmaßnahmen führte. Die Burganlage umfasst einen Palas, eine Kapelle, das Pfaffenstöckl und Ringmauern. Der Palas war ein mehrstöckiges Gebäude mit Wohnräumen, heute sind nur die Grundmauern erhalten. Die Kapelle ist durch Freskenresten bekannt. Das Pfaffenstöckl war ein dreistöckiges Gebäude mit Fresken, die teilweise noch vorhanden sind. Die Ringmauern sind nur noch in nördlicher Richtung erhalten. Die Vorburg und der Ministerialenturm schützten die Anlage, wobei das Burgtor heute nicht mehr sichtbar ist. Die Ruine bietet einen einzigartigen Einblick in die mittelalterliche Architektur und Geschichte der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burgruine
- Ort
- Virgen
- Erbaut
- 1200
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
In der Nähe
- Ulrichkapelle274 m
- Sonnbergkapelle393 m
- Kriegerdenkmal785 m
- Bildstock842 m
- Antoniuskapelle (Virgen)848 m
- Laufbrunnen mit Kruzifix und Bildtafel Schmerzensmann880 m
QR-Code