Fundplatz Schinderkuhle
mesolithische Fundstelle in Westercelle, Niedersachsen
Der Fundplatz Schinderkuhle liegt südöstlich von Celle in Westercelle, Niedersachsen. Er befindet sich auf einem langgestreckten Dünenrücken aus der späten Eiszeit, nahe der Fuhse. Der Lehrer Wilhelm Lampe sammelte hier während des Ersten Weltkrieges etwa 40.000 Steinartefakte und veröffentlichte die Fundstelle 1922 als ersten mesolithischen Fundplatz Niedersachsens. Der Fundplatz ist für seine umfangreiche Ausbeute an Mikrolithen bekannt, die in die ältere und jüngere Phase des Mesolithikums gehören. Die älteren Artefakte umfassen breite Dreiecke und Spitzen, während die jüngeren Formen langschmale Dreiecke und Vierecke beinhalten. Werner Krebs fand zwischen 1999 und 2009 rund 5000 weitere Feuersteinartefakte entlang der Fuhse bei Altencelle. Die Schinderkuhle bietet einen Einblick in die mesolithische Besiedlung der Region. Die Funde sind auf etwa 500 Meter Länge und 40 Meter Breite verteilt. Die Artefakte zeigen die technischen Fähigkeiten und die Nutzung von Stein zur Jagd und zum Werkzeugmachen. Die Umgebung um die Düne ist geprägt von der Fuhse und der näheren Landschaft der Region Celle.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Celle
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