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Franziskanerkloster Prenzlau
ehemaliges Kloster
Das Franziskanerkloster Prenzlau war ein Kloster der Franziskaner in der Stadt Prenzlau, das von 1210 bis 1543 bestand. Es lag nördlich der Klosterkirche an der Stadtmauer und wurde wegen der Farbe der Brüderhabits „Graues Kloster“ genannt. Die Klosterkirche, die bis heute erhalten ist, wurde 1253 fertiggestellt und dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Sie war Teil der Kustodie Stettin und gehörte zum Bistum Cammin. Das Kloster war im 15. Jahrhundert ein Studienort für Kleriker und besaß eine Bibliothek mit Schwerpunkt auf Philosophie. Es erhielt finanzielle Unterstützung aus der Bürgerschaft und war bis 1509 mit päpstlicher Dispens berechtigt, Spenden anzunehmen. 1518 wurde es der Sächsischen Ordensprovinz vom hl. Johannes dem Täufer zugeordnet, die eine weniger strenge Auslegung der Ordensregeln hatte. Nach der Reformation 1543 wurde das Kloster aufgelöst und die Gebäude an verschiedene Besitzer vergeben. Die Klosterkirche, heute Dreifaltigkeitskirche, war ursprünglich eine schlichte Bettelordenskirche ohne Turm. Sie wurde im 14. Jahrhundert mit einem Gewölbe ausgestattet und im 16. Jahrhundert für den lutherischen Gottesdienst umgebaut. Die Kirche wurde 1774 aufgrund von Baufälligkeit geschlossen und 1846/1865 wiederhergestellt. Die Konventsgebäude wurden 1735 abgerissen, und auf dem ehemaligen Klosterfriedhof entstand eine Schule. Der Klostergarten wurde zu Bürgergärten umfunktioniert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Prenzlau
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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