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Immurium

archäologische Stätte in Österreich

Immurium ist eine römische Siedlung und Straßenstation in den Ostalpen, gelegen bei Schloss Moosham in der Gemeinde Unternberg im Salzburger Lungau. Die Siedlung lag zwischen zwei Passübergängen und wurde im 1. Jahrhundert n. Chr. während der Errichtung der Römerstraße Virunum–Iuvavum gebaut. Die Ruinen befinden sich an einem windgeschützten Südhang in etwa 1100 Meter Seehöhe. Sie umfasst elf untersuchte Bauten, darunter eine Mansio, ein Badegebäude und ein Heiligtum des Sonnengottes Mithras. Immurium war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im inneren Alpenraum, an dem die Römerstraße von Iuvavum nach Virunum verlief. Die Stationen der Straße sind in der Tabula Peutingeriana überliefert, wobei Immurium etwa 25 km von Teurnia entfernt lag. Die Siedlung bestand vom 1. bis ins späte 4. Jahrhundert n. Chr. und wurde im 2. Jahrhundert n. Chr. durch eine neu angelegte Straße nach Teurnia erheblich ausgebaut. Die Funde belegen eine rege Bautätigkeit, die bis in das 2. Jahrhundert n. Chr. andauerte. Die Siedlung umfasste eine Mansio mit Hof, Stallungen und Räumen, sowie ein Bad mit verschiedenen Wassertemperaturen. Die Bauten zeigten technische Merkmale wie opus craticium und Hypokaustheizungen. In einigen Häusern fanden sich Mosaiken, bemalter Wandputz und Deckenmalereien. Die Siedlung war größer als der ausgegrabene Teil, und römische Mauerreste wurden durch Windbrüche und Planierungsarbeiten freigelegt. Die wichtigsten Funde sind im Museum Tamsweg ausgestellt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Archäologische Stätte
Ort
Unternberg

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