Südfrankreich

Basilique Notre-Dame de Fourvière

Die Basilika Notre-Dame de Fourvière steht auf dem Hügel Fourvière über der Saône und über der Altstadt von Lyon, ungefähr dort, wo in römischer Zeit das Forum von Lugdunum lag. Sie ist von fast überall in der Stadt zu sehen und prägt deren Silhouette; der Hügel selbst gehört zum 1998 als UNESCO-Welterbe eingetragenen historischen Lyon. Anlass des Baus war ein Gelübde von 1870: Während des Deutsch-Französischen Kriegs stellten die Lyoner ihre Stadt unter den Schutz Marias und versprachen für den Fall der Verschonung eine Kirche. Gebaut wurde von 1872 bis 1884 nach Plänen von Pierre Bossan, der die Ausführung krankheitshalber Louis Sainte-Marie Perrin überließ; die Weihe erfolgte am 16. Juni 1896. Der Stil ist neubyzantinisch mit eklektischen Zügen. Die vier Ecktürme messen 48 Meter und überragen damit die Kathedrale Saint-Jean um vier Meter. Die vergoldete Marienstatue auf dem Glockenturm der älteren Kapelle stammt von 1852, ist 5,6 Meter hoch und wiegt über drei Tonnen. Im Inneren ist praktisch jede Fläche gefasst: großflächige Mosaiken, farbiger Marmor, Skulpturen. Unter der Oberkirche liegt die Josefskrypta, die deutlich schlichter wirkt. Vor der Basilika öffnet sich die Esplanade mit dem wohl weitesten Blick über Lyon, an klaren Tagen bis zu den Alpen. Hinauf führen eine Standseilbahn und mehrere Treppenwege; die Kirche zieht jährlich rund zwei Millionen Besucher und Pilger an und ist seit 2014 als Monument historique geschützt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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