📷 Bild: Wikimedia Commons
Hexenturm
Turm in Salzburg
Der Hexenturm in Salzburg wurde zwischen 1465 und 1480 als nordöstlicher Eckturm der Stadtbefestigung errichtet. Er stand ursprünglich an der Stelle des heutigen Mitterbacher-Bogens und war Teil der Stadtmauer. Der Turm war für die mittelalterliche Wehranlage mit starken Mauern und Schießscharten konzipiert. Er wurde 1944 durch Bombenangriffe zerstört und 1965 durch ein Wohngebäude ersetzt. Der Turm diente in der Geschichte als Gefängnis für Angeklagte der Hexerei, insbesondere während der Zauberbuben-Prozesse um die Bettlerbande des Schinderjackl. Bis 1679 wurden 198 Personen angeklagt und gefoltert, wobei über zwei Drittel der Opfer männlich waren. Der Turm war zudem Lager für Kriegsgerät und Baumaterial und wurde später als Holzlager genutzt. Die Erhaltung des Turms wurde mehrfach diskutiert, bis er 1940 von der Stadtgemeinde zurückgekauft und 1944 zerstört wurde. Heute erinnert ein Wandmosaik und eine Gedenktafel an den Hexenturm. Der Turm hatte einen ovalen Grundriss von etwa 15 × 14 Metern und war ursprünglich 14 Meter hoch. Das Erdgeschoß wurde nach 1800 zu einem Keller umgebaut, und das Dachgeschoß wurde umgebaut. Die einzige erhalten gebliebene Figur war eine auf einem Besen reitende Hexe, die ursprünglich an der Turmspitze stand.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Turm
- Ort
- Salzburg
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